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LINKE zeigt sich solidarisch mit den streikenden Beschäftigten – jetzt seid ihr dran!

Nachdem sich die öffentlichen Arbeitgeber von Bund und Kommunen nach wie vor gegen die Aufnahme von Tarifverhandlungen ausgesprochen haben, erhöhen die Beschäftigten den Druck und rufen im Tarifkonflikt zum Streik auf.
In vielen Städten wird dies spürbar sein, ob im Krankenhaus oder im Nahverkehr. Die Forderungen nach mehr Lohngerechtigkeit für sogenannte „Systemrelevante Berufe“ waren scheinbar nur heiße Luft. Am Ende müssen es die Beschäftigten wieder selbst in die Hand nehmen – und ja – ein Streik muss weh tun, sonst bringt er keinen Erfolg.


Die Beschäftigten der kreiseigenen Betriebe im Landkreis Schmalkalden-Meiningen werden bei diesen Tarifverhandlungen wie gewohnt leer ausgehen, da die kommunalen Eigenbetriebe nicht im kommunalen Arbeitgeberverband sind.


„Die Entlohnung liegt, je nach Haustarifvertrag des Betriebes, durchschnittlich zwischen 10 bis 20 Prozent unter dem Lohnniveau des derzeit gültigen Lohnniveaus des Öffentlichen Dienstes“, so Constanze Kühn, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag Schmalkalden-Meiningen.
„Wirklich ärgerlich ist, dass Betriebe wie die Seniorenpark GmbH, die MVZ-Gesundheitszentrum GmbH, die Servicegesellschaft mbH oder das Bestattungsinstitut gar keine Tarifverträge haben. Hier liegt das Lohnniveau, je nach Beschäftigungsgruppe, mutmaßlich zwischen 30 Prozent und mehr unter Tarif."
Patrick Beier, Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion und Mitglied des Thüringer Landtages ergänzt: „Seit Jahren machen wir auf diese Problematik aufmerksam. Die öffentliche Hand als Arbeitgeber ist in unserem Landkreis eine Mogelpackung. Beschäftigte klagen über die Arbeitsbedingungen und die vergleichsweise schlechte Entlohnung. Da hilft kein Klatschen oder Mitleid, da hilft nur ein Tarifvertrag!“


Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in allen kreiseigenen Betrieben leisten nicht nur in der Corona-Pandemie eine hervorragende Arbeit. Sie sind es, die tagtäglich auf vielfache Weise mit ihrem Einsatz versuchen, die Lebensqualität in unserer Region aufrecht zu erhalten.


„Zum Dank werden in einigen Betrieben die Menschen in die Altersarmut getrieben. Wir als LINKE stehen solidarisch an der Seite der streikenden Beschäftigten und fordern die Rückkehr der Kreiswerke und ihrer Betriebe in die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände, damit sich die gute Arbeit am Ende auch für diejenigen lohnt, die sie ausführen!“ so Beier abschließend.